Damals war’s

Nach dem 2. Weltkrieg kam eine junge Hebamme aus Berlin in den damaligen Landkreis Randow, um die Mütter bei den Geburten zu begleiten und den jungen Uckermärkern auf die Welt zu helfen.

Die junge Hebamme verliebte sich in einen Luckower Bäcker- und Müllersohn. Sie heirateten und die junge Frau wohnte gemeinsam mit ihrem Mann und den Schwiegereltern im Haus.

Eines Tages beauftragte die Schwiegermutter die junge Frau „Mägen, go mal in Keller un hol Nudeln!“

Pflichtbewusst machte sie sich auf den Weg in den Keller und kam ganz enttäuscht zurück. „Schwiegermutter, ich habe den ganzen Keller abgesucht, aber keine Nudeln gefunden“.

„Wat is los“, sagte die Alte, „de ganze Keller licht voll Nudeln!“ Die Schwiegermutter erklärte ihr, das auf pommersch platt die Nudeln die Kartoffeln sind. Wer hätte das gedacht. Damit war alles geklärt und das Essen konnte vorbereitet werden.

Ist wahrscheinlich kein richtiges Platt. Wer’s besser weiß, gern her damit.

 

Ein Rezept aus der Uckermark:

Wickelrippe

Ein großes Rippenstück wird gesalzen und gepfeffert, dann wird das Fleisch mit Zwiebeln und Backpflaumen bzw. Pflaumenmus gefüllt. Ein Fleischende über das andere geschlagen. Die offenen Seiten muss man schließen, am besten mit Garn oder Rouladennadeln.

Das Fleisch von beiden Seiten anbraten und kurz herausnehmen. Im Bratenfett Zwiebeln, Sellerie, Möhren mit anbraten. Fleisch wieder in den Bräter legen mit etwas Wasser auffüllen und alles garen lassen. Wenn alles gar ist, noch einmal kurz in den Herd legen und von oben bräunen.

Klöße schmecken dazu gut und ein Salat kann die Krönung sein.

Für die, die es nicht wissen:
Ein Rippenstück ist der Rücken von Schlachttieren wie Schwein und Rind, der sich zwischen Nacken und Hinterkeule befindet. Aus dem Rippenstück werden Koteletts, Schnitzel und Steaks gewonnen.

Von Friederike Böhlcke

Ein Kommentar

  1. Das klingt lecker und ist eine gute Idee für einen Festbraten mit Freunden. Wird auf jeden Fall mal ausprobiert. Vielen Dank für dieses ursprüngliche Rezept.

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