Das Kegler-Haus

Familie Kegler vor ihrem Haus, 1920. Das Tulpentor (das geschnitzte Tulpenornament an den Enden jeder einzelnen Zaunlatte) gibt es heute noch, aufwendig nachempfunden.
Familie Kegler vor ihrem Haus, 1920. Das Tulpentor (das geschnitzte Tulpenornament an den Enden jeder einzelnen Zaunlatte) gibt es heute noch, aufwendig nachempfunden.

Die Familie Kegler wohnte viele Jahrzehnte in dem Haus in Oberende. Sie gehörten zu den Großbauern in Luckow, mit Pferden, Viehzeug und einem Acker mit sehr gutem Boden gegenüber vom Todtläger. Auch ein Hobby-Maler war unter ihnen, Gustav Kegler. Im Schloss Petershagen hängt noch ein Bild von der Luckower Mühle von ihm. Heute erkennt man das Haus im Frühling, wenn dort zahlreiche Lupinen blühen. Etwas Besonderes im ordentlich gemähten Randstreifen zur Dorfstraße.

Auf dem Grundstück soll es drei Springquellen gegeben haben, und ein kleiner Bach floss direkt durch das Grundstück. Im Gegensatz zu den meisten anderen Grundstücken in Luckow, wo das Grundwasser bis zu 42 Meter tief ist, war dort das Grundwasser bei (gefühlt) null Meter, bei stärkerem Regen stand der Keller regelmäßig unter Wasser. Am Kellerfenster gab es einen kleinen Trog mit einem Loch nach draußen. Das Wasser wurde dort hinein geschöpft und konnte so abgeleitet werden. Heute wird es von Jahr zu Jahr trockner. Der Keller stand schon lange nicht mehr unter Wasser. Das Haus steht auf Lehm und so bilden sich nun überall Risse.

Die Keglers hatten „kein Interesse“ in der LPG mitzumachen. Sie „gingen“ in den 50er Jahren in den Westen.

Ein Bild von Gustav Kegler
Ein Bild von Gustav Kegler

Luise Kegler
Luise Kegler
August Kegler
August Kegler
Verlobung von Karl Kegler und Elisabeth Lau
Verlobung von Karl Kegler und Elisabeth Lau
Jürgen Schanz 1936, ein Enkel
Jürgen Schanz, 1936, ein Enkel

Wilhelm Kegler, 1910, gefallen im Ersten Weltkrieg 1916
Wilhelm Kegler, 1910, gefallen im Ersten Weltkrieg 1916

(erzählt von Ulla und Albrecht, aufgeschrieben von Doreen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ähnliche Beiträge

Der Sportplatz von Luckow, 50er Jahre

Der Sportplatz

In Luckow hieß der Sportverein Traktor Luckow. Wie sonst. Der Sportplatz war dort, wo heute die grünen Hallen (Stollenwerk) stehen, mit einem kleinen Umkleidehäuschen. Aber schon Ende der 60er Jahre gab es den Sportverein nicht mehr. Nur der Fußballplatz und das Umkleidehäuschen blieben. Wenn am Freitag der letzte Bus aus

Weiterlesen »

Kirchenbrand 1911

Am 17. August 1911 brannte die Kirche in Luckow. Dazu steht in der Stettiner Abendpost vom 19. August 1911: „Gestern Abend zwischen 9 und 10 Uhr ertönte plötzlich Feueralarm. Es brannte in der Scheune des Bauernhofbesitzers Desombre. Hellauf loderten die Flammen, der Wind bemächtigte sich der aufsprühenden Funken und trug sie

Weiterlesen »
Familie Helwig mit Ferkeln auf dem Arm

Eine Luckower Familie

Robert Helwig aus Petershagen hat am 17. November 1919 seine Frau Frieda, geb. Peuse, aus Luckow im Standesamt Blumberg geheiratet. Er hat immer erzählt, dass es schwierig war, dorthin zu kommen, weil es meterhohen Schnee gab. Die Feier fand zu Hause statt, in einem kleinen Zimmer. Die ganze Familie bewohnte

Weiterlesen »